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FeNO für schweres Asthma

Unbehandelt kann Asthma aller Schweregrade außer Kontrolle geraten. Patienten mit unkontrolliertem Asthma haben meist hohe FeNO-Werte und leiden damit verbunden unter 2,5 mal mehr Exazerbationen, einer schnelleren Verschlechterung der Lungenfunktion und einem langfristigen Umbau der Atemwege.1-3

Unkontrolliertes Asthma4

Patienten leiden unter unkontrolliertem Asthma, wenn mindestens einer der folgenden Punkte zutrifft:
- Schlechte Symptomkontrolle: häufige Symptome oder Verwendung von Schmerzmitteln, durch Asthma eingeschränkte Tätigkeiten, nächtliches Erwachen aufgrund von Asthma
- Häufige Exazerbationen (≥ 2/Jahr), die orale Kortikosteroide (OCS) erfordern, oder schwere Exazerbationen (≥ 1/Jahr), die einen Krankenhausaufenthalt erfordern

Schwer zu behandelndes vs. schweres Asthma

Nur 20 % der Patienten, die trotz hochdosierter Behandlung eine schlechte Symptomkontrolle haben, leiden unter schwerem Asthma. Die anderen 80 % leiden an schwer behandelbarem Asthma, das durch Überprüfung der Adhärenz oder der Inhalationstechnik verbessert werden kann.4

Mit einem fünf bis sieben Tage dauernden FeNO-Suppressionstest mit Beobachtung der inhalativen Kortikosteroid-Dosen (ICS) kann man feststellen, ob ein mit ICS behandelter Patient die Therapie eingehalten hat. Bei unkooperativen Patienten sinken die FeNO-Werte während des Testzeitraums um bis zu 50 %.5 Patienten mit anhaltend hohem FeNO haben wahrscheinlich schweres Asthma.

Schwer zu behandelndes Asthma4

Unkontrolliertes Asthma trotz mittel- oder hochdosierter ICS mit einem zweiten Controller (normalerweise LABA) oder mit Erhaltungs-OCS. Oder Asthma, das eine hochdosierte Behandlung erfordert, um eine gute Symptomkontrolle aufrechtzuerhalten und das Risiko einer Krankenhauseinweisung zu verringern.

Diese Art von Asthma kann normalerweise durch die Reduzierung von Risikofaktoren kontrolliert werden. Zu diesen zählen falsche Inhalationstechnik, schlechte Therapietreue, Rauchen oder Komorbiditäten. Auch andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen (wie COPD, GERD) können fälschlicherweise als Asthma diagnostiziert werden.

Schweres Asthma4

Unkontrolliertes Asthma trotz Therapietreue mit maximal optimierter hochdosierter ICS-LABA-Behandlung und Management der beitragenden Faktoren. Oder Asthma, das sich verschlimmert, wenn die Hochdosis-Behandlung verringert wird.

Wenn Faktoren wie Inhalationstechnik und Adhärenz behandelt werden und sich das Asthma daraufhin merklich verbessert, wird es nicht als schwer eingestuft.




Phänotypisierung von Asthma

Die derzeit verfügbaren Biologika werden weitgehend zur Therapie von Typ-2-Entzündungen verwendet.
Vor der Verschreibung solcher Biologika sollten Patienten untersucht werden, um sicherzustellen, dass ihr Asthma durch eine zugrunde liegende Typ-2-Entzündung verursacht wird.4

FeNO-Messungen werden dringend empfohlen, um Typ-2-Entzündungen der Atemwege zu diagnostizieren.6 Laut den von GINA, ERS und ATS herausgegebenen Leitlinien für schweres Asthma unterstützt ein FeNO-Wert >20 ppb die Diagnose einer Typ-2-Entzündung.

Die Wahl des geeigneten Biologikums

Sobald eine Typ-2-Entzündung und schweres Asthma festgestellt wurden, können FeNO-Messungen bei der Auswahl einer personalisierten, zielgerichteten Therapie helfen, indem geeignete Mittel für Behandlungen mit Biologika identifiziert werden.

Unterschiedliche Biologika zielen auf unterschiedliche Signalwege ab, von denen die meisten eine Rolle für FeNO spielen. Ein FeNO-Wert von >20 ppb sagt ein gutes Ansprechen auf eine Anti-IgE-Therapie (Omalizumab) voraus, während ein FeNO-Wert >25 ppb darauf hinweist, dass der Patient wahrscheinlich gut auf Anti-IL4R (Dupilumab) ansprechen wird.7 Die FeNO-Werte können mit Dupilumab nachweislich um bis zu 40 % gesenkt werden.8

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Literatur

1. Mansur AH et al. Disconnect of type 2 biomarkers in severe asthma; dominated by FeNO as a predictor of exacerbations and periostin as predictor of reduced lung function. Respir Med. 2018;143:31-38. 2. Bai TR et al. Severe exacerbations predict excess lung function decline in asthma. Eur Respir J. 2007;30(3):452-6. 3. Matsunaga K et al. Persistently high exhaled nitric oxide and loss of lung function in controlled asthma. Allergol Int. 2016;65(3):266-71. 4. Global Initiative for Asthma (GINA). Global strategy for asthma management and prevention. 2021 update. 5. Heaney LG et al. Medical Research Council UK Refractory Asthma Stratification Programme (RASP-UK). Remotely monitored therapy and nitric oxide suppression identifies nonadherence in severe asthma. Am J Respir Crit Care Med. 2019;199(4):454-464. 6. Dweik RA et al. An official ATS clinical practice guideline: interpretation of exhaled nitric oxide levels (FeNO) for clinical applications. Am J Respir Crit Care Med. 2011;184(5):602-15. 7. Holguin F et al. Management of severe asthma: a European Respiratory Society/American Thoracic Society guideline. Eur Respir J. 2020;55(1):1900588. 8. Corren J et al. Dupilumab efficacy in patients with uncontrolled, moderate-to-severe allergic asthma. J Allergy Clin Immunol Pract. 2020;8(2):516-526.